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Ursprungsaneignung (Inzest) \
Trieb als Selbstabgrenzung
Trieb als narzisstische Selbstautonomisierung ist der Grund des Repräsentationsverhältnisses, bis hin zur objektiven Auslagerung als Gesellschaft und Technik.
Trieb als Selbstabgrenzung
"»Trieb« - das ist die narzisstische Katastrophe/der Ödipuskomplex, und »(Vorstellungs-)Repräsentanz« desselben die ordentliche Differenz von Selbst und allem Anderen/die verantwortlich inzesttabuisierte Triangulation. Zudem gehen die Triebrepräsentanzen über Vorstellungen mitsamt deren Bewußtseinsadaptierung anti-psychistisch weit hinaus: als Institution (so wie ödipal die geregelten primären Verwandtschaftsverhältnisse) und Technik zumal."
Auszüge aus einem Vortrag titels »Jenseits der Biologie - Überlegungen zu einer philosophischen und psychoanalytischen Wissenschaftskritik«; in: Pathognostische Studien VIII, 27
Begriffe: Trieb,
 
 
 

Verweise
 
Trieb als das Begehren, der eigene Ursprung zu sein (Gottesphantasma) ist Abwehr des Todes, der Endlichkeit. Insofern sind die Triebdarstellungen (Sexualität, Aneignung, Aggression) Abwehrarten.
Beim Menschen gibt es keine »natürlichen« Triebe. Jede Triebregung ist überformt vom inzestuös-narzisstischen, das Selbstbewusstsein ausmachenden Begehren nach Selbstgründung, vor dem nur die verdinglichende Repräsentation schützt.
Sich selbst sein eigener Ursprung sein, dies der Inbegriff des Triebes, weil menschlich alle »natürlichen« Triebe immer schon vom Begehren überformt sind. Das Begehren geht auf Absolutheit, auf seine eigene Abschaffung in schuldfreier Autarkie: das Gottesphantasma.
Die drei Ausgestaltungen des Triebes: sich sein eigener Ursprung sein, selbst alles sein, der Tod sein = das nothafte Gottesbegehren nach Absolutheit, Kern der Metaphysik.
Ursprungsaneignung (Inzest)