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Trieb und Begehren
"Es kann beim Menschen keine Triebbedürfnisse geben; im Selbstbewußtsein tritt Mensch sogleich in die einzige Dimension des Begehrens und dessen Todestrieb-fundierter Phantasmatik ein - Begehrensüberschuß von Anfang an (Mehrwert-, sprich Abfallproduktion)"
Wissenschaftlichkeit und »ursprünglicher Sadismus«; in: Pathognostische Studien III, 92
"»Trieb« konzentriert sich im Ödipuskomplex (Sexualität), in Narzissmus und Todestrieb (Aggression). Je unterschiedlicher, progressiv metaphysischer (das ist auf die ultima ratio abzweckender) Akzentuierung bringen diese das (Gottes)Phantasma, rein sich selbst sein eigener Ursprung zu sein, zuwege. Was aber heißt, dass diese Triebdarstellungen selbst schon Abwehrarten sind, der Triebbegriff in den einer Urdefensive hinüberzuspielen beginnt - Abwehr, allzeit von Abwehr bereits. Und das Abgewehrte, produktiv wie unproduktiv Niedergehaltene, das ist nichts anderes als der Tod selbst, das Endlichkeitsmonitum schlechthin."
Exkurs zur »Urverdrängung«; in: Todesnäherungen, 88
"Der (Nicht)kompromiß zwischen »Trieb« und »Abwehr«. »Trieb« (...) wäre demnach nichts anderes als die todestriebliche Verkanntheit des Produktionsgedächtnisses, sofern es sich, eben im Pathologiefalle, zu seiner Manifestation auf seinen epikalyptischen Widerpart voll zulangend, zu genuiner Produktivität aufwirft und, entsprechend sanktioniert, halbwegs zusammenbricht. Und »Abwehr«, in ihrem eigenen Kollaps, deren verzweifelt beanspruchtes defensives Kontingent nicht hinlangt, dieses ihr Abgewehrtes in die unbegrenzte Wüste unseres »Realitätsprinzips« inkognito zu absolvieren, vielmehr an dieses, es teilentmachtend nur, »tant bien que mal« mächtig noch, unobjiziert gefesselt bleibt."
Rückstände, 66f.

Ausführungen  
vorläufige Notizen