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Scham - Schuld - Sucht \
Trug der Selbstentschuldung
Sucht entsteht durch Sexualisierung der Selbsterhaltung, ein pathologisch scheiternder Entschuldungsversuch.
Sexualisierung der Selbsterhaltung
"Daß das Mittel, die Sexualitätsdurchdringung je der Selbsterhaltungsmaßnahmen, sich zum Selbstzweck derselben überhebt, diese Übertreibung, nimmt Suchtcharakter an, dient also der Entschuldung der Gewalt dieser Maßnahmen, und bildet die Grundlage diesbetreffender pathologischer Entgleisungen. Und nochmals: Alle Akte der Überlebenssicherung zeigen sich suchtdurchtränkt sexualisiert, enthalten in sich den skandalösen Trug ihrer Selbstentschuldung, die sich, konsequent schuldflüchtig pathologisch, zu übersteigern pflegt; und gegen solche Übersteigerung kein Askeseeinspruch wirksam verfängt."
Psychoanalytische Triebtheorie; in: Pathognostische Studien XIII, 120
 
 
 
Verweise
 
Sucht ist wie ein Traum ohne dessen Grenzen des Schlafs und des Erwachens, ein distanzloses bei-sich-Sein ohne Selbstüberschreitung, weder Aufschub noch Auflösung.
Je perfekter die Dinge, desto suchtanfälliger der Mensch. Sucht ist eine der Göttlichkeit der Dinge korrespondierende Selbstvergöttlichung als Selbstentschuldung durch Schuldakkumulation.
Scham - Schuld - Sucht