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Ödipuskomplex - Narzissmus - Todestrieb \
Urtrauma der Sterblichkeit
Sterblichkeit ist das basale Trauma, das pariert wird durch das Gottesphantasma; dieses konkretisiert sich als autonomes Ich und als diesem korrespondierende Dinge.
epikalyptische Sterblichkeitsverdeckung
"Ein vielleicht triftiges ingeniöses Lacansches Beispiel: »Das Trauma provoziert das Phantasma, und das Phantasma schirmt das Trauma ab«; und meine Tropologie dazu: Die menschliche Sterblichkeit, der - vorgestellte - Tod, generiert den Gottesbegriff, die schiere Absolutheit, und diese deckt, defensiv epikalyptisch, den allerschütternden Mortalitätsausgang ab - und weiter: wie lange hält diese Decke, wodurch bricht sie ein? usf."
»Psychoanalyse der Dinge« - eine Chaplinade? Über einen anderen Zugang zu Pathologie; in: Pathognostische Interventionen II, 19
Genealogica Bd. 17. Essen: Die Blaue Eule. 1987
 
 
 

Verweise
 
Der Todestrieb sucht nicht den Tod, sondern wehrt ihn ab, und dies in einer Identifikation mit ihm, indem er ihn vollstreckt und entäußert als Vergegenständlichung. Er ist der Grundvorgang der Menschwerdung.
Die menschliche Sterblichkeit wird in ein Außen projiziert, was nicht gelingen kann, denn das Außen ist das Andere meiner selbst, jede Projektion ist zugleich eine Introjektion.
Kultur ist Abwehr der Sterblichkeit und scheitert in Krankheit und Krieg, wodurch sich die todesmimetische Verfallenheit dieser Abwehr zeigt.
Gewalt
Zivilisation/Kultur ist das Ergebnis todestriebbestimmter Gewalt- und Schuldveräußerung, die sich in ihren Produkten verschließt. Je stärker die Unschuldsbehauptung, desto größer das Gewaltpotenzial.
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