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Psychopathologie \
Veräußerungsdefizite
Der in Autarkie umgewandelte Inzest bleibt in der Neurose anhaftend, wenn auch als Repräsentation und dadurch verborgen. Was die Neurose repräsentiert, präsentiert die Perversion in schamloser Sichtbarkeit. In der Psychose schließlich verliert sich jede Distanz in hilflose Verstrickung.
Veräußerungsdefizite
"Ist die Neurose die anhaftende Repräsentation einer hypertrophen und in sich zur Autarkie umgedrehten Inzestfigur, Ödipus also, immer wieder Ödipus: die mittels des toten Vaters ausgelöschte Mutter als Sohnes-causa-sui, wenn schon eben nicht, wie zwingend verlangt, abgestoßen, »realisiert«, so doch im Modus der Repräsentation durch und durch verworfen: ist die Perversion die anhaftende Präsentation eben desselben, die dies Präsentierte ebenso - anscheinend schon nicht mehr aus eigener Kraft und das Schuldverdikt abkoppelnd - eben präsentativ verwirft; so ist die Psychose gerade einschließlich der Schizophrenie das Sein desselben, die dies Sein seinsgemäß-substantiiert ebenso verwirft, und zwar notwendig total weder von innen noch delegiert von außen, sondern überhaupt."
Taumel und Totenstarre, 52
 
 
 
Verweise
 
Psychopathologie