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Subsistenzsexualität \
Verdauung - Sadismus - Inzest
Verdauung - Sadismus - Inzest
"Die sadistische Symptombildung transfiguriert sich zum intestinalen Gesamtprozeß. Es entsprechen einander: der Inkorporation die Anverwandlung der Elternimago; der intestinalen Assimilation die Auftrennung der Elternimago und die Aneignung des toten Vaters; dem Defäzieren die Diskrimination der Mutter aus der Kraft des abgetrennten und angeeigneten toten Vaters; der Defäkationslust die Vergeltungserektion, das telos Geschlechtsgefühl; der durch Wiederholung des gesamten Vorgangs abgefangenen Intestinaldepression, dem verhinderten Kurzschluß des Gesamtprozesses mit seinem Lustmordresultat, der ebenso aufgehaltene inzestuöse Zusammenbruch: die ausgesetzte, keinen Drittenplatz einräumende Hintergrundidentität von Vaterleiche und mütterlicher Destruktionsform."
Die Utopie des Sadismus in: Die Eule Nr. 3, 40
 
 
 
Verweise
 
Das Essen ist Anderenvernichtung, die sich im Körperinneren vollendet. Ergebnis sind die Exkremente, einerseits Dokumente der Vernichtungsgewalt der Verdauung, andererseits lebensrettende Manifestationen des Scheiterns des nutrimentalen Inzests.
Die Nahrungsaufnahme ist inzestuös stigmatisiert - dieses inzestuöse Begehren (es gibt kein Außen, alles ist in mir) scheitert an der Defäkation - koprophagisch wäre der Inzest (das Einssein mit mir) zu retten, aber mit letalen Folgen - stattdessen dann der vorläufig rettende Übergang von den Exkrementen zu den Dingen - und von den Dingen her dann die Rückaneignung der Dinge in den Körper (Psychose - die »Arschmahlzeit der Dinge«).
Nahrungsaufnahme und Verdauung sind Gestalten des Begehrens, der Herstellung von Indifferenz, der inzestuösen Vereinigung mit der Nahrung.
Subsistenzsexualität