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Verdauung und Todestrieb
Die Lebensmittel als stilvoll aufbereitete Mutterleibleichen, einladend zum Verzehr, die Verdauung als tötende Aneignung, schließlich das schamhafte Wegschaffen des exkrementalen Restes wie die Entsorgung einer Leiche. Das alles im Dienst der Erhaltung des Selbst.
Defäkation und Todestrieb
"Inmitten der Aktivitätsversion des Todestriebs, wie gehabt: der auflängenden Umwendung der Sterblichkeit in tötende Gewalt, imponiert die Defäkation wie das Ende von Lustmord: die Elimination, das entschädigend masochistische Herauspressen der Reste der inkorporierten/assimilierten, zudem selbstschütz­lich dem Verschwinden geweihten Mutterleibleiche, zuvor als Nahrung möglicherweise derart aufgemacht, dass das Schöne wahrhaft nur mehr des Schrecklichen Anfang sein kann, danach, anal, wie ein Verwesungsprodukt, das allzu viel von den Greueln des inneren Opfertempels, der Verdauung, verrät und deshalb schon weggeschafft und versteckt werden muss."
Todestrieb. Programm einer Revision; in: Todesnäherungen, 43f.
 
 
 
Verweise