Name
Passwort
Themen

Passagen
Scham - Schuld - Sucht \
Verheißung der Schuldabsorption
Das Ich ist die Schuld der Entäußerung des Todes in der dinglichen Produktion; scheinbar wird die Erschaffung der Dinge (Repräsentation) zur Auslöschung der Schuld.
Verheißung der Schuldabsorption
"Die ontologische Grundkategorie der Ausschreitung in schuldlogischer Hinsicht: das Ich als der schaffende Tod, das - ontologisches eschaton - die gesamte Schuldmasse absorbierte und menschliches Leben insgesamt als Vorzeitspiegelung in dieser Todeserfüllung entsühnte, wenn es ihm gelänge, dieses Leben restlos maschinell zu reproduzieren: Icheschaton der absoluten Differenz wechselseitiger Totalfreigabe des Differenten, Koexistenz von Göttern und Menschen auf Erden, peremptorische Unschuld im Angesicht peremptorischer (zu schwach ausgedrückt!) Schuldversteinerung."
Vom schwindenden Jenseits der Götter; in: Die Eule Nr. 6, 58
 
 
 
Verweise
 
Schuldfreiheit ist eine Illusion, die eine Gewaltsteigerung zur Folge hat. Nur scheinbar verschwindet die Schuld in den Dingen oder in der Vorstellung eines autarken Subjekts.
Autarkie, Sichselbstgenügen, das Ich, der Inbegriff der Schuld, insofern es um die Aufzehrung (Opfer) des Stoffs durch die Form geht. Dadurch wird das Leben zu einem im Toten (der Dinge), darin zugleich entsühnt durch den Tod.
Die »Urschuld« der gewussten Sterblichkeit wird phantasmatisch »transzendiert«, in göttliche Unsterblichkeit, Absolutheit, Autarkie, was eine Schuldsteigerung bedeutet.
Scham - Schuld - Sucht