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Pathognostik \
Verlust konsumatorischer Unschuld
Die pathognostische Genealogisierung öffnet die realitätsstiftenden Gewissheiten auf ihre inneren Phantasmen hin. Diese sind Bereinigung, Entschuldung, Entsühnung. Deren Verleugnung ermöglicht das, was man Fortschritt nennt.
Genealogie
"Genealogie verläßt das pseudos des Allorts konsumatorischer Nach­träglichkeit und thematisiert dagegen deren buchstäbliche Herkunfts-Mit-Gift, die schon zitierten Phantasmen der Bereinigung, Entschuldung, Entsühnung, als Präjudizien der Produktion bereits selber, deren herkunfts­tabuisierte Betreibung die fortschrittslüsterne Entropie von Technik insgesamt besorgt. Dieser Rückgang auf Produktion in philosophischem, genealogischem Verstande ist indessen scheinbar nur eine simple Angelegenheit, die sich eigentlich von selbst verstehen sollte; sie mißt vielmehr den unbegrenzten, nicht irgend abgesonderten, vielmehr ubiquitären Taburaum aus, terra incognita sondersgleichen, deren Nicht-Angang universelle Debilitätsfolgen nachsichziehen muß."
Technik und Psychopathologie; in: Pathognostische Studien III, 179
Genealogica Bd. 20. Essen: Die Blaue Eule. 1990
Begriffe: Genealogie,
 
 
 

Verweise
 
Pathognostik versteht sich als Genealogie und wendet sich gegen die Trennung von Genesis und Geltung, indem das objektiv Gegebene auf seine inneren Entstehungsbedingungen befragt wird.
Die Pathognostik weist jede Philosophie als unzulänglich zurück, die in ihrer Entfaltung etwas unbefragt voraussetzt und sich nicht einer genealogischen Befragung aussetzt, einschließlich dieser Genealogisierung selbst.
Pathognostik