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Krankheit \
Verwandlung von Schuld in Scham
In der Krankheit versucht sich die Schuld in der Scham zu vernichten, indem sie die Hülle zerstört, in der sich die Schuld epikalyptisch verdichtet. Die Hülle ist das autonome Ich oder die Gottheit als das Phantasma der Exkulpiertheit.
Verwandlung von Schuld in Scham
"Krankheit macht die Leidenschaft, die Passion schließlich aus, die Vorausgesetztheit der gesamten Schulddimension in derjenigen der vollen Scham als Grenzwert der Binnenkritik dieses Apriori selber zu vernichten; den Terror der absoluten Hülle wie mit einem letzten Gegenschlag um des Körpers willen zu treffen; den allbewiesenen Schuldgott mit seinem aberwitzigen Widerspruch selbstgenugsamer Exkulpiertheit zu seinem Opferterrorismus gegen die eigne Schöpfung/wider das Fleisch zu stürzen; den Debilismus des Schuldgewissens zur einzigen Ehre des einzigen Schamerkennens endgültig aus der Welt zu schaffen."
Conscientia. Zu einer nicht mehr psychoanalytischen Genealogie des Gewissens; in: Pathognostische Studien II, 68
 
 
 
Verweise
 
Der entschuldende Gewaltverschluss öffnet sich in der Krankheit, ohne seine Entschuldungsfunktion aufgeben zu wollen.
Scham
Grenze und Scheitern der Erkenntnis ist die Sterblichkeit, angesichts derer jede Erkenntnis der Nichtigkeit verfällt. Scham ist das Eingeständnis dieses Scheiterns.
Die Scham als ein Wissen verschließt sich in Schuld als ein Nichtwissen, in die die verhüllende Dingproduktion, die sich als Zivilisationsgeschichte austrägt.
Krankheit