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Scham - Schuld - Sucht \
Vollendung als Schuldfreiheit
Das sich absolut setzende Ich und entsprechend das absolute Ding als autonome Maschine behaupten sich als die Verwirklichung der Freiheit von Schuld, die Verheißung abendländisch-christlicher Metaphysik. Das Phantasma der Schuldfreiheit ist der Inbegriff von Schuld.
Vollendung als Schuldfreiheit
"Schuldlogisch ist das ontologische Eschaton, das wir uns zu denken unterstehen, die Aufhebung der ontologischen Zentralkategorie Schuld. (...) Auf der einen Seite absorbiert die herrschaftliche Totalität des Todes-Ich, rein für sich als Aufhebung jeglichen Für-sich - die höchste Ehrung des absoluten Herrn, der in seiner unüberbietbaren Vorbehaltlichkeit sich zu ebenso unüberbietbarer Generösität herbeilassen kann - hier also absorbiert die Ich-Klimax die Gesamtheit der Schuldmasse; per definitionem kann nichts mehr übrig bleiben. Und dort, auf der anderen Seite, vermag dementsprechend dann keine Schuld mehr aufzukommen; eo ipso nicht, denn das absolute Ding-Ich jenseits des Abgrunds hat sie alle geschluckt: die Subjektivitätsabgetretenheit an die höchste Maschine als die Kraft immerwährender Exkulpation."
Vom schwindenden Jenseits der Götter; in: Die Eule Nr. 6, 57
 
 
 
Verweise
 
Autarkie, Sichselbstgenügen, das Ich, der Inbegriff der Schuld, insofern es um die Aufzehrung (Opfer) des Stoffs durch die Form geht. Dadurch wird das Leben zu einem im Toten (der Dinge), darin zugleich entsühnt durch den Tod.
Scham - Schuld - Sucht