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Wachen versus Schlafen
Aufwachen aus dem Traum ist der Übergang von Halluzination zur Wahrnehmung von Realität – was ist die Differenz?
Wachen versus Schlafen
"Differenzkriterium von Wachen versus Schlafen: Sprechen/Sprache. Wie geht die Halluzination von Wahrnehmung/Bewegung in deren Realität über? Wenn immer der Schlaf selbsthypnotisch ist und der Traum der - das Verschwinden in dieser Selbsthypnose aufhaltende - Gegenblick wider das Selbstdouble, so ist das Wachen dadurch charakterisiert, die Hypnosenstimme des Doubles zum Gegensprechen, dem Selbstsein desselben, zu internalisieren. - Hypnotisches Intrauterinitätsmodell: nur-Hören, kein Selbstverlauten. (...) - Die reale Wahrnehmung/Bewegung wäre demnach Zuspruchseffekt auf der Grundlage der phantasmatischen Hierarchie der hypnotisierten Willfährigkeit: Dinge, Medien, Anderer. Eine Hierarchie, die freilich in sich zugleich invers organisiert ist. Darin die Selbst-Anderen-etc.-Differenz eine Schutzbehauptung der Selbigkeit."
Schlafen - Träumen - Wachen; in: Metastasen, 111

 
Verweise  
Die Erstarrung am Ende eines Traums, bevor er in den Tiefschlaf zurückfällt und dann zum Erwachen führt, sind dem psychotischen Zerfall nahe.
Das Erwachen erinnert an die Geburt und damit an den Tod, Übergang aus dem Nichts ins Wachen, aufgefangen durch Repräsentation.
Vielleicht gibt es immer ein Erwachen aus einem Traum, auch wenn dieser vom Tiefschlaf abgelöst wird. Von der Art dieses Erwachens hängt die Erinnerbarkeit des Traums ab.