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Dinge \
Waffenhaftigkeit der Dinge
Die Funktion der Dinge ist die Befreiung des Körpers von seiner Sterblichkeit. Diese wird von den Dingen absorbiert als ihre Waffenförmigkeit, die sich in ihrer Selbstzerstörung apokalyptisch erfüllt.
projektiv geflohene Sterblichkeit
"Fällig wird, begründungstriftig, die Erhebung der üblicherweise kryptischen Dingfunktion jenseits der unvermeidlichen Zweckrationalität allen geregelten Gebrauchs. Es ist, namens existentialontologisch, die Funktion der Entschuldung (Schuldabsorption), der Entsühnung des korrupten sterblichen Menschkörpers, dessen erstes Purgatorium, dessen Therapiezurichtung au fond. Die fragliche »Waffenhaftigkeit der Dinge« ergibt sich immer dann wie von selbst, wenn deren Genealogie präzisierend abhebt auf die »projektive Identifikation« als Produktionsinbegriff: die Delegation meiner projektiv geflohenen Sterblichkeit an die derart erzeugten Dinge, die sich - der »Identifikations«rückhalt - eo ipso mit tödlicher Gewalt aufladen: eben zur »Waffenhaftigkeit aller Dinge«."
Pathognostisches Plakat: Von der Waffenhaftigkeit aller Dinge; in: Pathognostische Interventionen III, 171
Waffenhaftigkeit der Dinge
"Die Waffenhaftigkeit aller Dinge, die Süchtigkeit aller Körper, deren Pseudoentsühnung durch dinglich-mediale Imaginarität - sie sind keine Hirngespinste, vielmehr die Wesensbestandteile des Unbewußten unseres »Existenzentwurfs«, zuoberst angeschwemmt als diesem nichts als dienstbare Pathologie (Schleife nur desselben), inklusive deren - anders hoffnungsvollen? - therapeutischen Angangs."
Abermals eine »Hinführung zu einer Psychoanalyse der Sachen« (Pathognostik); in: Pathognostische Studien X, 113
 
 
 
Verweise
 
Dinge sind die Verheißung der Erlösung des sterblichen menschlichen Körpers: sie setzen die Differenz gegen den tödlichen inzestuösen Indifferenzierungssog, sie absorbieren die Schuld menschlicher Produktion, sie sind das Versprechen der Verfügung über den Tod. Allerdings um den Preis ihrer Waffenförmigkeit.
Dinge
Narzisstische Verdinglichung ist der Produktionsgrund der Dinge und Krankheit die Spürung der Schuld der Dingproduktion am Ort des Gebrauchs.
Phantasmatisch verkörpern die Dinge den Tod, Dinge als Todesrepräsentanz bis hin zur Todespräsenz. In der Sicht der pathognostischen Kritik sind die Dinge hingegen Todestriebrepräsentanzen. Der Todestrieb als Inbegriff des Begehrens ist die Produktion der Dinge.
Maschinen sind Materialisierungen des Geistes, der Spiritualität, sich in sich tendenziell autarkisierend und darin eine Realisation des Vater-Tochter-Inzests, der Abtrennung von der Mutter.
Dinge