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Schlaf - Traum - Wachen \
Weiblichkeitsdominanz im Traum
Die distanzlose Auslieferung an das mediale Traumgeschehen ist ein Verlust der männlich konnotierten Dispositionspotenz und vielleicht auch eine vorübergehende Entlastung von dieser.
Weiblichkeitsdominanz im Traum
"Auffällig, daß die drei Traumgötter Götter, Männer sind. So daß man auf die Idee kommen mag, daß der Träumer, wenn Mann, angesichts dieses verdreifachten männlichen Traumsubjekts sich, um überhaupt träumen zu können, in Frau verwandeln müßte, um sich in dieser Metamorphose hinwiederum in Mann verwandeln zu können. Immerhin wäre dieses Verwandlungswesen, nicht zuletzt so etwas wie die Weiblichkeitsdominanz im Traum, eine stringente Explikation des dubiosen, quasi dialektischen, ambigen, nicht schließenden Charakters des Traums überhaupt; vielleicht so etwas wie eine nächtliche Mannsentlastung durch heilsame und zugleich immer verworfene Weiblichkeitskonzession."
Incommensurabile. Versuch eines sinnenphilosophischen Aufschlusses. Zu Heide Heinz: »Treppenwitz«; in: Metastasen, 221
 
 
 
Verweise
 
Der Traum beschützt den Schlaf nach den zwei Seiten hin, die ihn bedrohen: der Tödlichkeit des Tiefschlafs, indem er den letalen Sog repräsentativ aufhält, und dem Aufwachen, indem er Außenreize traumimmanent abbildet.
Die Selbstbezüglichkeit des Traums - dass die Traumarbeit der Trauminhalt ist - stellt sich als eine der Psychose verwandte Distanzlosigkeit dar.
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