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Weiblichkeitsopfer
Die männlichkeitskonstitutive Abwehr von Weiblichkeit ist eine Todesabwehr, insofern die Mutter den Tod verkörpert.
Weiblichkeitsopfer
"Die Sache mit dem Weiblichkeitsopfer erweist sich weiterhin - über die herkömmliche Psychoanalyse hinausschießend - als folgenreich. Denn die Austreibung der Weiblichkeit aus dem - also kulturschaffenden - Mann durch denselben selbst kommt dem höchstphantasmatischen Exorzismus des Todes gleich, sofern Mutterfrau dem filialen Mann als dessen, des Todes, Primärvikariat einsteht. Somit eignet der Opferausfällung Kultur (Kunst, Musik) allzeit das Stigma toter Weiblichkeit (Dinge = Mutterleibleichen, Todestriebrepräsentanzen!), mit welcher der Opferpriester, mitsamt seiner Gefolgschaft, projektiv-identifikatorisch, fetischgemäß, infiziert bleibt."
Psychoanalyse der Ästhetisierung von Gewalt. Von der Grausamkeit der Musik; in: Pathognostische Studien XI, 42
Genealogica Bd. 44 Essen: Die Blaue Eule. 2011
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Verweise
 
Sexualität vermag sich als natürlich zu maskieren, weil der weibliche Masochismus der männlichen Vergewaltigungspotenz entgegenkommt.
Der Muttermord ist der Kern der Selbstermächtigung, die Annullierung des Geborenseins, gestützt durch die Verbindung von Vater und Sohn. Sie entfaltet sich in der Erzeugung von Dingen, die die Schuld absorbieren, bis die Krankheit die in ihnen verschlossene Schuld aufbrechen lässt.
Tote (mütterliche) Weiblichkeit ist der Stoff, aus dem die Dinge bestehen. Produktiv gemacht wird dieser Opferstoff durch die Umwandlung der Mutter in die Tochter.
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