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Wissenschaft und Todestrieb
Die menschlichen Dinge verdanken sich der Veräußerung des Todestriebs (Umwendung des »Ursadismus« in den »ursprünglichen Sadismus«). Der Todestrieb ist die Verleugnung der Sterblichkeit. Sterblichkeit ist die erlittene Gewalt, die als Dingproduktion entäußert wird. Wissenschaft ist die Zuspitzung dieses Prozesses.
Wissenschaft und Todestrieb
"Der »ursprüngliche Sadismus« als die rettend heillose Umwendung der Sterblichkeit in tötende Gewalt stellt die menschlichen Schöpfungen unters Stigma letztlicher Destruktivität - Kultur ist »Kultur zum Tode«. Die Exekutive aber dieser ursprünglichen Differierensweise ist noch und noch, mehr und mehr, die (neuzeitliche) Wissenschaft, hier, in unserem Kontext der Wissenschaftskritik, auf den Punkt der Objektcharakter eines jeglichen, diese produktivste Todesflucht in den Tod dann wieder hinein zurück."
Auszüge aus einem Vortrag titels »Jenseits der Biologie - Überlegungen zu einer philosophischen und psychoanalytischen Wissenschaftskritik«; in: Pathognostische Studien VIII, 30
Genealogica Bd. 32. Essen: Die Blaue Eule. 2003
Begriffe: Todestrieb,
 
 
 

Verweise
 
Der Todestrieb differenziert sich nach Freud in »Ursadismus«, »ursprünglichen Sadismus«, »eigentlichen Sadismus« und »Sadismus als Perversion«. Entscheidend ist der Übergang vom »Ursadismus« in den »ursprünglichen Sadismus«, von Passivität in Aktivität.
Die Eros-gestützte Umwendung des »Ursadismus« in den »ursprünglichen Sadismus« generiert das Vermögen der Repräsentation und damit Erinnerung, Gedächtnis und Dingproduktion.
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