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Indifferenz - Differenz \
Wunschmaschine
Das Objekt des Begehrens ist die Absolutheit als Indifferenz von Leben und Tod, Auslöschung jeglicher Differenz, Universalisierung der Vermittlung, Freiheit von Schuld.
Indifferenz des Lebendigtoten
"Das Begehren geht auf die Indifferenz des Lebendigtoten, inbegrifflich (und epochal postmodern erfüllt) auf diesen Grundeffekt der Gedächtnisprothetik, der modernen Medien, aus: das maschinell außendisponierte Gedächtnis als Erzeugung und Verzehr zugleich. So der striktere Begriff der Wunschmaschine, die Selbstansicht des Warenfetischs, in der Tat unsere einzige Liebe, unsere Passion, zutiefst christlich außerdem: gott-menschlich - dieser Gottes-teilnehmenden materialisierten Überheblichkeit wegen erleiden wir den Opfertod: müssen wir sterben, und davor Andere dafür opfernd zumal sterben machen, und dies am besten weit weg, irgendwo isoliert auf der Welt, damit dieser Zusammenhang unerkannt bleibe, um unserer fadenscheinigen Satisfaktion willen."
Wunschmaschinen: Pointierungen zur Passion von Technik; in: Pathognostische Studien VIII, 94f.
Genealogica Bd. 32. Essen: Die Blaue Eule. 2003
Begriffe: Indifferenz,Medien,
 
 
 

Verweise
 
Gegen den tödlichen Sog der Indifferenz (Einheit, Verschmelzung, etc.) setzen sich die schmerzhaften, lebenserhaltenden Differenzen. Aber sie verfallen das Anziehung der Indifferenz und sind nur vorübergehende Aufschübe.
Ineins lebendig und tot zu sein, »An-und-für-sich-Sein« (Sartre), das Begehren nach der Fülle des Seins, nach der Identität, als Todesbegehren, Verheißung der Schuldfreiheit, bestraft mit Krankheit.
Phantasmen sind Abschirmungen von Traumatisierungen, das Urtrauma ist die Sterblichkeit und das Phantasma der Absolutheit die Antwort darauf.
Indifferenz - Differenz