Name
Passwort
Themen

Passagen
Subsistenzsexualität \
anale Retention
Die Nahrungsaneignung ist der Inzest mit der Mutter als Urnahrungsquelle, dieser scheitert in der Exkrementation. Die anale Retention ist der Versuch, dieses Scheitern zu verhindern, also die inzestuöse Fusion zu erhalten (exkrementaler Inzest).
Exkrementale Einbehaltung
"Die »anale Retention« repräsentiert den Mutter-Sohn-, sowie, anders, den Mutter-Tochterinzest. Geht es doch um die rückstandslose Verwertung der Nahrungsmittel, also des dahinein verschobenen Mutterkörpers, der Urnahrungsquelle Ganzverzehr; darum, das Nutriment restlos, »bis auf den letzten Krotz«, derart sich zueigen zu machen, daß Sohn und, anders Tochter ... selbst zur Mutter würden, und so das »Begehren« ... gestillt, zu letzter Erfüllung - um Himmels willen nicht! - sistiert wäre. Auf diese Weise bezeugt die »anale Retention« das Scheitern des oralen Totalinzest, indem sie es post festum rückgängig zu machen sucht, just symptomatisch durch Einbehaltung, die womöglich umkämpfte Nichthergabe der Exkremente."
Kleinianische Dekonstruktionen; in: Pathognostische Studien X, 58f.
 
 
 
Verweise
 
Das Wechselspiel von Ausstoßung und Einbehaltung der Exkremente kennzeichnet die anale Phase. Das Exkrement ist die durch orale Einverleibung getötete Mutter, die in Abwehr der koprophagischen Rückaneignung verworfen wird.
Im Exkrement findet das Selbst eine Stütze, insofern es eine elementare Dingproduktion ist, Repräsentation eines Außen, in dem es sich fundieren könnte. In der Abtrennung und der Wegschaffung des Exkrements wird das Selbst dieses Schutzes beraubt.
Subsistenzsexualität