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Pathognostik \
das Unbewusste der Dinge/des Selbst
Pathognostik kritisiert den Subjektivismus der Psychoanalyse. Damit wird das Unbewusste zu einem der Dinge und die Psychoanalyse zur Rationalitätsgenealogie, um den Preis, dass die Dinge und korrespondierend das Selbst nichts Unbedingtes mehr sind.
Pathognostik versus Psychoanalyse
"Pathognostik ist der (...) Titel des von mir initiierten Versuchs einer zeitgemäßen Fortschreibung der Psychoanalyse. Die Kritikspitze dieses Versuchs richtet sich gegen deren Subjektivismus, der seine Auflösung allererst erfahren kann in der Objektivitätsversetzung des Unbewußten, gleichbedeutend, disziplinär, mit dem Übergang der Psychoanalyse in Rationalitätsgenealogie, also in Philosophie; eine Maßnahme, die nicht zuletzt dadurch erzwungen wird, daß nur um den Preis der Wiedereinrichtung von Unbedingtheiten das Unbewußte nicht koinzidiert mit den Instanzen, von denen es eben ausgenommen sein müßte (das Selbst/die Dinge)."
"Der Platz ist verflucht"; in: Pathognostische Studien I, 68
 
 
 
Verweise
 
Die konventionelle Praxis der Psychoanalyse läuft auf einen Verschluss des Unbewussten hinaus, insofern die Stabilisierung des autonomen Ichs das Praxisziel ist, dem die Unschuldsbehauptung der Dinge entspricht.
Für die Psychoanalyse ist nur das Subjekt phantasmatisch verfasst, für die Pathognostik zudem auch das Objekt, weshalb für sie Phantasmen nicht auflösbar sind.
Für eine pathognostische Rationalitäsgenealogie bedarf es unter anderem der Ausweitung der Narzissmusstheorie auf Sexualität und den Verdauungsprozess und die Einbeziehung des Todestriebs als Zusammenhang von Sadismus/Exkrementation und Objektkonstitution.
Pathognostik