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Körper \
der Körper und sein Gespenst
Der Metabolismus des Körpers ist der Ort der Muttertötung, aus der mit Hilfe des toten Vaters die Dinge entstehen. Der tote Vater wird als Zeuge der Schuld des Muttermords zum Gespenst.
Körper als Opferstätte (und das Gespenst)
" Das Gespenst ist genuin der Flatus als der entfleuchte, frei flottierende, hyperspirituelle (unsichtbare), zugleich aber antispirituell aufdringliche (ruchbare) erste Schuldzeuge der Muttertötung und -substitution im subsistenzsexuellen Körperinneren. Kondensiert es sich expressis verbis zum Gespenst, in einem höheren Sinne sichtbar werdend, so bedeutet dies die richtende Übergangsepiphanie des toten Vaters, abgelöst von seiner Funktionalität, das innere Substitutionsinstrument zu sein, als die substituierte Mutter selber. (...) Das Körperinnere ist das Urmodell der allerheiligsten Opferstätte, und dessen Publikation, Ruchbarkeit, das prekäre Transitionsstadium, in dem sich die Generalisierung des Opferorts (die restlose Vergöttlichung der Welt) vorbereitet: das Gespenst als Ontologie- Expansionsbrücke."
Taumel und Totenstarre, 15f.
Münster: tende Verlag. 1981
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Verweise
 
Körper und Dinge entstehen synchron aneinander, es gibt keine Vorgängigkeit auf einer der beiden Seiten. Es ist ein primärer Übergang, aus dem beide sich ausdifferenzieren.
Alle von Menschen gemachten Dinge sind als seine tote Alterität exkrementale Mutterleibleichen, entstanden aus dem oralen Mutter-Sohn-Inzest, exkremental veräußert dank des Vater-Tochter-Inzest.
Dinge sind die phantasmatische Entschuldung des Körpers, welche den Körper die Dinge begehren lässt, wovor die tautologische Dingverfassung einen prekären Schutz bietet.
Körper