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dinglich-mortale Ausbreitung
Wissenschaft ist das Phantasma vollständiger Verfügbarkeit, alles Verborgene in Sichtbarkeit und Transparenz zu überführen, Produktion des Toten als Todesabwehr.
dinglich-mortale Ausbreitung
"Wissenschaft, die Kreation der unendlichen Oberfläche, das nach-außen-Stülpen alles black-box-Inneren, die radikale »Rücksicht auf Darstellbarkeit« (der Schein exklusiver Herrschaft des Sehens) - Wissenschaft erfüllt sich in mortaler Dinglichkeit als des erstletzten Aufschubshorts; Dinge, sie sind die ultimativen Todestriebrepräsentanzen, phantasmatisch immer verwechselt mit Todesrepräsentanzen selbst; so daß es nicht verwundern sollte, das säkulare Heil der Gattung in die »Entfesselung der Produktivkräfte« zu (ver)setzen."
Geht der Psychiatrie das Subjekt verloren?; in: Pathognostische Studien IX, 54
Genealogica Bd. 34. Essen: Die Blaue Eule. 2004
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Verweise
 
Die menschlichen Dinge verdanken sich der Veräußerung des Todestriebs (Umwendung des »Ursadismus« in den »ursprünglichen Sadismus«). Der Todestrieb ist die Verleugnung der Sterblichkeit. Sterblichkeit ist die erlittene Gewalt, die als Dingproduktion entäußert wird. Wissenschaft ist die Zuspitzung dieses Prozesses.
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