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Scham - Schuld - Sucht \
distanzloses Bei-sich-Sein
Sucht ist wie ein Traum ohne dessen Grenzen des Schlafs und des Erwachens, ein distanzloses bei-sich-Sein ohne Selbstüberschreitung, weder Aufschub noch Auflösung.
Sucht als Entdifferenzierung
"Nicht zuletzt ließe sich Sucht darstellen als die Aussetzung von Schlaf und Erwachen und als die Totalisierung des Traums, der seine Doppelpointierung auf diese beiden identischen Extreme hin dann verlöre. Nur noch Traum als Dauerausdruck des Begehrens selber, der keiner mehr sein kann, seiner Aufschiebungsmechanismen und der Schlafens-/Erwachenswiderlegung des Nicht-Aufschubs verlustig geht. Das kränkende Tun, die eigene Aktivität, muß sich in diesem Beiwohnensmitriß des sich-nur-noch-Ereignens auf allerhöchstem Intensitätsgrad auf den Initialakt der Drogeneinnahme restringieren; alle weitere Eigenaktivität wäre katastrophisch. Man sieht daran die Suizidverfassung der Sucht: Tätigkeitsinitial, das in einem in sein Finalkontrarium umschlägt, nur daß die Sucht das letztere bis zum goldenen Schuß dilatiert."
Sucht; in: Pathognostische Studien II, 166
 
 
 
Verweise
 
Sucht ist eine erotische Besetzung des Todes, der Todesverfallenheit des menschlichen Körpers, ein masochistischer Genuss der Sterblichkeit, verbunden mit der Verheißung der Entschuldung.
Sucht
Sucht ist Sehnsucht nach Aufhebung der Differenzen – des Mangels, der Trennung, des Hungers –, Einswerden mit den Objekten des Begehrens (nicht nur der Nahrung).
Scham - Schuld - Sucht