Name
Passwort
Themen

Passagen
einseitige Indifferenzierung
Krankheit ist die hilflose Erinnerung der Schuld der Produktion am Ort der Konsumtion. Doch diese Erinnerung bleibt geblendet durch die trügerische Schuldfreiheit der Konsumtion, durch ihre Indifferenz.
einseitige Indifferenzierung
"Es hat nun den Anschein, daß Krankheit am Ort des Gebrauchs die Untat der Herstellung derart schutzlos reminisziert, daß der Gebrauch ausfallen muß. Das kann man wohl so ausdrücken - des Schuldaufkommens ebendort wegen. Doch die Verhältnisse sind komplizierter, insofern diese Reminiszenz kein freier Aufklärungsakt ist, vielmehr sich einem anfänglichen Fehler sozusagen verschuldet: dem Fehler zu meinen, daß keine Tötung/kein Opfer stattgefunden habe, insofern die Konsumtion dieselbe/dasselbe revoziert; dem Fehler anzunehmen, die Indifferenz am Ort der Konsumtion - und zumal die der Produktion dann auch - könne beim Wort genommen werden - keine Tötung und keine Verlebendigung des Toten -; welche Annahme, getätigt, das harte Monitum der Differenz als einseitige Indifferenzvollstreckung auf den Plan ruft: just die Lebendigkeit des Toten als Anmahnung des »schaffenden Todes« als »tötender Tod«."
Über Fragen, die jeder möglichen Behandlung der Zwangsneurose vorausgehen; in: Metastasen, 175

 
Verweise  
Krankheit als Widerspruch zwischen der Aufbrechung der tautologischen Dingverfassung und ihrem Erhalt, Normalität hingegen als blinde Botmäßigkeit gegenüber den Dingen.
Das Ding ist die Verhüllung der Schuld seiner Produktion. In der Krankheit wird die in den Dingen eingeschlossene Schuld in den Körper rückeingebildet zum Symptom.