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exkrementaler Inzest
Die Exkremente manifestieren das Scheitern des nutrimentalen Inzests. Dieses Scheitern will der exkrementale Inzest rückgängig machen. Die drohende tödliche Indifferenz löst sich auf in der Herstellung der Dinge, die an die Stelle der Exkremente treten.
exkrementaler Inzest
"Der exkrementale Inzest - kopro- und, totalisiert, Nekrophagie - prätendiert, endgültig, die assimilierende Vernichtung der sich in den Exkrementen dokumentierenden Differenz, vorgängig also des oralen Inzestversagens, umschlagend ins Menetekel des toten Mutterstoffs, den Strich durch die Rechnung aller Indifferenzapotheose. Rettendes Wunder sodann deren Transfiguration: die Dinge-/Waren-/Waffengeburt, vorläufige Berge rächenden Sprengstoffs, Ubiquität, certe, der Kriegseignung aller Kulturobjektive, externalisiertes Halbehalbe solchen Inzests und seiner reifiziert tötenderen Mutation."
Ausbuchtungen; in: Pathognostische Interventionen III, 186
 
 
 
Verweise
 
Das Essen ist Anderenvernichtung, die sich im Körperinneren vollendet. Ergebnis sind die Exkremente, einerseits Dokumente der Vernichtungsgewalt der Verdauung, andererseits lebensrettende Manifestationen des Scheiterns des nutrimentalen Inzests.
Das Scheitern des Begehrens nach Absolutheit, nach Indifferenz, manifestiert sich im Exkrement, das uns so als Differenzanmahnung vermenschlicht.
Einerseits ist die Nahrungsaufnahme die innigste Vereinigung (Inzest), andererseits werden die Exkremente als schambesetzt verworfen. Warum? Weil sie die Repräsentation des Muttermords sind.