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Intellektualität \
gebrochenes Pathos der Intellektualität
Es gibt keinen Ausweg aus dem Unheil des Menschen, jede Bewusstheit ist nur ihre Steigerung. Intellektualität wäre die Hinnahme dieser Ausweglosigkeit, ein Scheitern am Unmöglichen.
gebrochenes Pathos der Intellektualität
"Und dann komme ich nicht mehr umhin zu meinen, als Mensch eh dazu verurteilt zu sein, dieses Unheils-Heil im ganzen annehmen zu müssen; annehmen zu müssen letztlich auch immer den produktiven/Gewalt-steigernden Leerlauf/Rücklauf jeglicher Transzendierung - ohne die ja nichts und nicht vielmehr etwas wäre -; nicht zuletzt der Transzendierungspseudologie des eigenen Intellektualitätspathos selbst; »... an jener Mauer der Unmöglichen, an die ich immerzu gerate, ...«"
Vom Raum zur Zeit? Korrespondenz mit Dietmar Kamper; in: Pathognostische Studien IV, 178
 
 
 
Verweise
 
Die Aufklärung der Leidenschaft der Indifferenz transzendiert diese nicht, bleibt ihr verfallen, macht sie nur benennbar und bleibt darin selbst eine Gestalt der Indifferenzierung.
Mensch
Die Existenz des Menschen ist ausweglos: zerrissen zwischen Sehnsucht nach Erlösung und der hoffnungslosen Auslieferung an die eigene Sterblichkeit. Dieser Widerspruch lässt ihn scheitern und entfaltet sich als sein Zerstörungspotenzial.
Gewalt lässt sich nicht durch Einsicht in ihre Bedingungen wegzaubern. Pathognostisch imprägnierte Intellektualität ist eine von Gewalt befallene Klage, sich austragend in ein gebrochenes Schreiben, eine blasphemisch-schamlose Aufdeckung letzter Geheimnisse.
Menschwerdung ist grundlose Nichtung, die das Sein generiert. Diese Grundlosigkeit verschließt sich in der Dingproduktion, die brüchig ist in Pathologie und Intellektualität.
Intellektualität