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genealogische Philosophiekritik
Zurückweisung einer Philosophie, die in ihrer Entfaltung Voraussetzungsloses unbefragt hinnimmt.
Tabuisierung von Genealogie
"Ich meinte, eine Philosophie, die es unterläßt, gleich welche ihrer Selbstbestimmungen und als ganze sich selbst zu genealogisieren, in ihrer Gewordenheit (der »logischen« vs. historischen Gewordenheit) nachzuzeichnen, und die zudem diese ihre einzige Methode Genealogie, diese Nachzeichnung, nicht hinwiederum sich selbst als Gewordenheit ebenso genealogisch unterstellt (Spinozas Substanz!), - daß eine solche Philosophie, wie sie legionsmäßig angeboten wird, Pseudophilosophie, kranke Philosophie sei."
Philosophie der Krankheit; in: Die Eule Nr. 7, 1982, 34

 
Verweise  
Pathognostik versteht sich als Rationalitätsgenealogie und wendet sich gegen die Trennung von Genesis und Geltung, indem das objektiv Gegebene auf seine inneren Entstehungsbedingungen befragt wird.
Votum für Differenz, Heterogenität gegen Indifferenz, Identität: Kritik der Todesanmaßung durch Sterblichkeitsanmahnung. Rationalität als Opferprozess, der sich in Identitätsformen verschließt.