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mystische Abgründe
Die Steigerung der eigenen Intellektualität derart in eine Anmaßung hinein, dass sich ihre schriftlichen Ausfällungen in eine Fremdheit hinein verlieren, in der man sich abhanden kommt: der Versuch, in Gott einzudringen und trotzdem das eigene Selbst zu bewahren.
mystische Abgründe
"Je erhabener meine intellektuellen Leistungen sich exponieren - bloß in diesem Sinne machen sie sich kompensatorisch stark -, umso mehr entkommen sie meiner Eigendominanz, entschwinden, von mir notrufend reklamiert, in einem detachierten Jenseits.
Das hört sich wesentlich moderater an, als es, eigenempirisch affektions­durchsetzt, ausfällt: eine wie psychosennahe Selbstverfassung, in der ich mir selbst in meinen Schriftlichkeiten wie ein zugleich gänzlich meiniger verschlossener Fremdkörper vorkomme, »inklusivdisjunktiv« zerrissen, auf dem Sprung - bereinigend paranoische Wende? -, daß mich die Fremdheits­seite meiner selbst zu verfolgen begänne, die eigenheimische dagegen sich - wohin? - verziehe. Was so will es scheinen - an den Denkgehalten liegt, an deren Sanktionswürdigkeit, säkular mystisch nämlich ins »Innere der Gottheit« einzudringen."
Retronöte; in: Pathognostische Interventionen IV, 188

 
Verweise