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Psychopathologie \
nicht untergegangener Ödipuskomplex
Nicht-phobische Objekte verkörpern den untergegangenen Ödipuskomplex und sind funktionale Phänomene des Selbst. Der nicht untergegangene Ödipuskomplex verkörpert sich angesichts der phobischen Objekte als Krankheit.
nicht untergegangener Ödipuskomplex
"Also darf ich behaupten, daß die Brücke das »funktionale Phänomen« des üblichen Selbst selber sei, das sich zugleich mit dem Bau etc. von Brücken ausbildet. Die begehbare - und vorher freilich die baubare - Brücke ist der untergegangene Ödipuskomplex selber; die nicht begehbare indessen der nichtuntergegangende Ödipuskomples als Krankheit, hier als Brückenphobie."
Dialogue Interieur über Pathognostik versus Psychoanalyse; in: KAUM. Halbjahresschrift für Pathognostik 4, 12
Wetzlar. Büchse der Pandora. 1987
 
 
 
Verweise
 
Wie jede Phobie ist die Brückenphobie Ausdruck eines nicht untergegangenen Ödipuskomplexes: das Objekt ist nicht vollständig veräußert, sein Produktionsgrund nicht epikalyptisch verschlossen. Die Differenz zum Objekt ist ausgesetzt, wobei die Brücke sich als phobisches Objekt besonders eignet, weil sie als Objekt selbst die Überbrückung von Differenz darstellt.
Die Göttlichkeit der Brücke besteht in der Indifferenzierung einer Differenz, sie verbindet ein Diesseits mit einem Jenseits, ist Überbrückung eines Abgrunds, sie stellt einen Zusammenhang gegen eine Unterbrechung her.
Psychopathologie