Themen

Passagen
Ursprungsaneignung (Inzest) \
nothafte Selbsterhöhung
Kindliche Verlassenheitsängste sind die Rückseite des Autonomiebegehrens, das sich selbst überfordert bis hin zur Manie.
Triebtheorie
Trieb«, das ist die Passion der Selbsterzeugung, der Autokreation; allemal eine Notfallmaßnahme gegen die tödliche Elternverlassenheit, den beständigen Begleitschatten der Autonomie; Solitüde, die, in schweren Nöten, sich selbst zu übernehmen pflegt und sich dadurch die Strafe, die gerechte, für diesen ihren Höhenflug - »casus ab alto« - einheimst; und so kommt auch die Selbstdrogierung, das manische Triebelement von ehedem, im Gesamtzusammenhang »Ödipuskomplex« angemessen unter."
Psychoanalytische Triebtheorie; in: Pathognostische Studien XIII, 123
 
 
 

Verweise
 
Ichautonomie ist in sich gewaltförmig, verdankt sich der inzestuösen Aneignung des mütterlichen Ursprungs mittels des toten Vaters. Das Ich ist die Verhüllung von Vatermord und Mutterinzest.
Beim Menschen gibt es keine »natürlichen« Triebe. Jede Triebregung ist überformt vom inzestuös-narzisstischen, das Selbstbewusstsein ausmachenden Begehren nach Selbstgründung, vor dem nur die verdinglichende Repräsentation schützt.
Ödipuskomplex, Narzissmus und Todestrieb sind sich steigernde Austragungen des Absolutheitsphantasmas (Ersetzung der Eltern, Zerstörung des Anderen, Verkörperung des Todes).
Ursprungsaneignung (Inzest)