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paranoider Idealismus
Die Auslöschung des Anderen bis zu seiner Erschaffung aus dem Ich wie sie die Philosophie des deutschen Idealismus verkörpert, ist die Extremform einer angstbestimmten Identifizierung des Ichs mit der Welt, die jede Fremdheit zum Verschwinden bringen will.
paranoider Idealismus
Die Philosophie des Idealismus "indiziert eine angstabwehrend herrschaftslüsterne Ichvergrößerung, die ihrerseits schutzlos sich der Verfolgung durch die vorgeblich integrierte Wirklichkeit aussetzt. Reflex der eigenen Aggression, welche die fremdheitstilgende Besetzung nicht zu halten vermag. Solches Denken trägt die Male eines seltsam in die Imagination verschobenen Wahn an sich, den Gestus, die Realität in Regie zu haben bis hin zu der Ungeheuerlichkeit der Vorstellung der Identität mit ihr, dem großen Verfolger. Angst provoziert die ichinflationäre Realitätsokkupation, die sich in letzter Steigerung als -kreation ausnehmen möchte."
Psychoanalyse und Kantianismus, 31f.
Würzburg: Königshausen & Neumann. 1981
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Verweise
 
Der Narzissmus ist die Indifferenz von Subjekt und Objekt, das Gefühl des Einssein mit allem, der Wunsch, alle Getrenntheit überwunden zu haben, die Sehnsucht nach dem göttlichen Zustand.
Phantasmen sind Abschirmungen von Traumatisierungen, das Urtrauma ist die Sterblichkeit und das Phantasma der Absolutheit die Antwort darauf.
Philosophie