Name
Passwort
Themen

Passagen
pathognostische Voten
Krankheiten als Sterblichkeitsparaden, entsprechend der Bezug auf den Todestrieb, Einbeziehung der Dingkontexte, Dingsymbolik als Produktionsgrund der Dinge
pathognostische Voten
"Wie lauten hier nun unsere pathognostischen Voten? Wir machen den magischen Charakter, die magische Prophylaxe der Pathologien (und überhaupt der Abweichungen) stark - sie sind imaginäre mißratende Sterblichkeitsparaden. Unsere psychoanalytische Rückbezugsgröße ist entsprechend der Todestrieb. Pedalisierende Absetzungsfolie dafür ist Lacans strukturalistischer »linguistic turn«. Ferner beziehen wir expressis verbis die Dingkontexte in diese Seinsdramatik ein; dies in kritisch rückgewendetem Ausgang vom Anti-Ödipus (und nicht zuletzt auch in Reverenz zu Heideggers später Technikphilosophie). Wir verfahren Technik-mythosophisch, spielen das Symbolisch-, das Symptomatischwerden der Dinge dergestalt aus, daß der Symbolgehalt selbst schon den Produktionsgrund derselben ausmache."
Zur Philosophie von Krankheit; in: Retro III, 147f.

 
Verweise  
⇒ ⇑ Pathognostik
Pathognostik ist eine Subversion der Psychoanalyse, keine Alternative zu ihr, sondern ihre radikalisierende Fortschreibung. Was herkömmlich als krankheitskonstitutive subjektive Zutat zu den Dingen angesehen wird, ist die Offenlegung des Produktionsgrundes der Dinge, die in ihnen eingeschlossene Gewalt, in die sich Krankheit ohnmächtig verstrickt.
Dinge
Narzisstische Verdinglichung als Produktionsgrund der Dinge und Krankheit die Spürung der Schuld der Dingproduktion am Ort des Gebrauchs.
Das Ding ist die Verhüllung der Schuld seiner Produktion. In der Krankheit wird die in den Dingen eingeschlossene Schuld in den Körper rückeingebildet zum Symptom.
Der Todestrieb sucht nicht den Tod, sondern wehrt ihn ab, und dies in einer Identifikation mit ihm, indem er ihn vollstreckt und entäußert.