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primäre Verfolgerin
Die Mutter ist die Verfolgerin des Sohnes, das ist das primäre paranoische Verhältnis. Die Funktion des Vaters wäre der Schutz des Sohnes vor der Mutter, was ihm nicht gelingt. Die Folge ist die Homosexualisierung des Mannes – das paranoische Verhältnis unter Männern, das alle Weiblichkeitsreminiszenzen an ihnen auslöschen will.
Paranoia: primäre Verfolgung
"Die freudsche Paranoiatheorie ist verengt auf das Verhältnis der Männer untereinander. (...) Mein Gegenzug besagt, kleinianisch angetupft, dass die genuin paranoische Dimension das Mutter-Sohn-Verhältnis ist. Die primäre Verfolgung betrifft nicht das Verhältnis von Vater und Sohn, sondern von Mutter und Sohn, das wird abgedeckt durch die Homosexualisierung. Das Verfolgungsverhältnis unter Männern zielt darauf, die Weiblichkeitsreste an den Männern wegzuschaffen. Die Männer, die Reste der Mutter an sich haben, müssen beseitigt werden, damit endlich die Männer nur noch Männer unter sich sind. Die Spur geht zurück ins frühe Mutterverhältnis. Die Verfolgerin ist nicht der Vater, sondern die Mutter. Sie ist die Herrin über Leben und Tod. Der Vater hat die Rolle, das Kind vor dieser archaischen Gewalt zu schützen. Das kann er nicht wirklich leisten, daher wird er auch zum Feind gemacht."
Intersermones - mit Stefan Winter; in: Pathognostische Interventionen IV, 89
 
 
 
Verweise