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resignative Blasphemie
Gewalt lässt sich nicht durch Einsicht in ihre Bedingungen wegzaubern. Pathognostisch imprägnierte Intellektualität ist eine von Gewalt befallene Klage, sich austragend in ein gebrochenes Schreiben, eine blasphemisch-schamlose Aufdeckung letzter Geheimnisse.
am Rande der Arschmahlzeiten
"Intellektualität, Gnosis. Sie träumt nicht von der tödlichen Toten­erweckung des Mutterleibs nach des­sen Schlachtung durch dessen Verzehr in der Fühlbarkeit des Verzehrenden (freilich ebensowenig von der Normalitätsinversion desselben Vorgangs; Permanenz frommer Gedächtnisfeier für den unerweckten, ein­verleibten); nein, sie kommt nicht umhin, verzweifelt nicht umhin, denselben tot sein zu lassen, ganz tot, den Rest der frommen Totenehrung aber funktioniert sie um in die Externalisierungsform der Verschriftung, Tätowierung, Graffiti: Totenerweckungs­sur­rogat als Schandschreibe auf der an je diesen Stellen untangier­ten Leiche. Zwischending. Versteht sich, daß dies alles schon Himmelsspeise-(Mana)-Geschichten sind, in der Travestiesprache des »Oedipus for ever« Arschmahlzeiten, wobei ja die Exkremen­talität den durchgebrochensten Übergang zwischen »Körper« und dieser seiner Transfiguration (das Repräsentations­wesen insge­samt) ausmacht."
Pathognostische Miniaturen I; in: Kaum 4, 94f.
 
 
 
Verweise