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Schlaf - Traum - Wachen \
rettende Mediation
Der Traum wie das Wachen – beides Zustände der Repräsentation - sind ein rettender Raum zwischen dem Nichts des Tiefschlafs und dem Nichts des vollkommenen Erwachens.
rettende Mediation
"Es ist der unablässige Seinsdrang zur Repräsentation, der ultimativen Selbstaperition, des sichernden Auseinander- und Zusammenhalts der darohne ins Nichts abdriftenden, der besagten Extreme der Bewußtlosigkeitsstase/der sich selbst verzehrenden Überhelle - es sind eben diese Existenzialattitüden, die, negentropisch, seinsasservierend perpetuieren. Und denen man es, a fortiori, abnehmen mag, solchermaßen »auf Leben und Tod« uns vor der letalen Doppelewigkeit unaufhörlich tiefschwarzer Nacht und während lichtestem Verglühen zu schützen. »Fortunati« wir, die Sterblichen, daß wir träumen können!"
Somniale und pathologische Nachträglichkeiten; in: Pathognostische Interventionen III, 31f.
 
 
 
Verweise
 
Die Grenze des Tiefschlafs ist der Tod, der durch Körperbewegungen in der Tiefschlafphase verhindert wird. Pathologisch steigert sich diese Todesparade zum Somnambulismus und Vampirismus.
Das Aufwachen aus dem Traum ist der Übergang von Halluzination zur Wahrnehmung von Realität, was ist die Differenz? - Schlaf ist distanzloses Insichsein, er wird aufgebrochen durch den Traum als Blick gegen das Verschwinden im Schlaf. Der Traum geht in Wachen über, wenn zum Traum als Nur-Hören das Sich-selbst-Hören als Sprechen vom Anderen her hinzukommt.
Zwischen Schlaf und Wachen erzeugt sich das Gedächtnis als Bedingung der Repräsentation von Welt. Im Tiefschlaf nähern sich die Dinge als Tod, als Zusammenfall von Körper und Ding, im Wachzustand werden sie vergegenständlicht. Dazwischen, im Traumübergang, entsteht das Gedächtnis als Mehrwert dieses Transits.
Schlaf - Traum - Wachen