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Schlaf - Traum - Wachen \
rettendes Vergessen
Weshalb kann man die meisten Träume nicht erinnern? Es ist ein Schutz vor einer traumatischen Selbstpräsenz, die das Gedächtnis bedroht.
Meer des Vergessens
"In sich verpaßt der Traum sich per definitionem den Hadesfluß Lethe, nein, mehr noch: ein Weltmeer des Vergessens: der erinnerte Traum je die erinnerbare Spitze eines nicht erinnerbaren Eisbergs. Umso besser, nämlich als Indiz der Ausgeglichenheit des Träumers? Nein, zugleich womöglich umgekehrt die Anzeige eines Übermaßes an gedächnisfeindlichem traumatischem Störfall, als materiales paranoisierendes Entzugspendant zur invers geöffneten Einsicht letztlich immer in einen Selbstgewahrungshorror durch die »Zensur« zumal, und allemal dem Phantasma der Präsenz schmählichst zuwider."
Selbstreferentialität in der Psychoanalyse. Zum heterodoxen »funktionalen Phänomen« Herbert Silberers; in: Pathognostische Studien V, 112
Begriffe: Traum,Gedächtnis,
 
 
 
Verweise
 
Im Schlaf droht der Zusammenbruch der Repräsentativität als letztlich tödlicher Selbstzusammenfall, die mystische Einheit (»unio mystica«). Der Traum verhindert dieses letale Ende des Schlafs durch seine Wucherungen von Repräsentationen.
Die Selbstbezüglichkeit des Traums - dass die Traumarbeit der Trauminhalt ist - stellt sich als eine der Psychose verwandte Distanzlosigkeit dar.
Gedächtnis ist Trauma-bedingt, in welcher Stärke auch immer; ein Anderes, Fremdes hat sich gegen die Indifferenz zwischen Eigenem und Anderem durchgesetzt und garantiert einen Abstand im Sinne einer Vermittlung und verhindert einen pathogenen Zusammenfall.
Schlaf - Traum - Wachen