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Subsistenzsexualität \
scheinbare Unschuld des Vegetativen
Die Steuerung des Verdauungssystem als vegetatives Nervensystem zu bezeichnen, suggeriert eine Unschuld, die es nicht gibt. Die Verdauung ist ein Opferprozess als assimilierende Aneignung des Fremden und damit zutiefst schuldstigmatisiert.
scheinbare Unschuld des Vegetativen
"Das Ursprungssujet aber all dieser Verhältnisse [Eucharistie, Drogen, Sucht] ist die Körperlichkeit der Subsistenzsexualität, der Verdauung, die sich in dieser totalisierenden Opferekstatik projektiv prothetisiert und wiederum introjiziert. Gilt doch das Verdauungssystem als Pflanzenanteil des menschlichen Organismus, gesteuert von dem Teil des Nervensystems, das traditionell das vegetative heißt. Freilich sind diese Bezeichnungen mehr als zweifelhaft, sie sind letztlich selbst schon auf dem Niveau ihres Objektivismus und darüber hinaus zumal naturphilosophisch falsch. Denn: das Vegetabile eben in diesem seinem Menschkörper-Rückbezug untersteht gänzlich dem Gottesphantasma der Schuldlosigkeit und deshalb der Negativerfüllung der Schuldakkumulation. Kriminell sind demnach just die Pflanzen und die Pflanzlichkeit des Verdauungssystems, inklusive dessen vegetabiler Steuerung; und dieses hat alles und nichts mit den Pflanzen und der Subsistenzsexualität zu tun."
Sucht; in: Pathognostische Studien II, 162f.
 
 
 
Verweise
 
Essen, Verdauung und Ausscheidung sind sexuelle Vorgänge, zutiefst inzestuös stigmatisiert als Anderenzerstörung zwecks Selbsterhaltung.
Subsistenzsexualität