Name
Passwort
Themen

Passagen
scheiternde Sterblichkeitsprojektion
Die menschliche Sterblichkeit wird in ein Außen projiziert, was nicht gelingen kann, denn das Außen ist das Andere meiner selbst, jede Projektion ist zugleich Introjektion.
scheiternde Sterblichkeitsprojektion
"Das letzthin vergeblich Abgespaltene und Projizierte, das ist die menschliche Sterblichkeit, der Tod, der seine – zugelassenen – Abwehren hier Spaltung und Projektion je schon eingeholt hat und im Tode de facto einholt. Nicht werden wir den Tod los, indem wir wähnen, ihn aus uns heraus in also todgeweihtes Anderes – immer das Andere meiner selbst – hineinexilieren zu können. Die »projektive Identifikation« besagt es: Alle todestriebliche Abspal­tung und Projektion des Todes zerschellt am – diesen ja schon inne wohnenden – Tode selbst, an der nicht wegzuschaffenden letztinzestuösen Infiziertheit mit ihm – wir sind – sind! – sterblich."
Projektive Identifikation; in: Agora 06/2008, 42
 
 
 
Verweise
 
Jede Projektion ist eine Introjektion, weil sie mit einer Identifizierung verbunden ist. Das Projizierte wird also rückangeeignet trotz seiner Veräußerung. Diese Re-Introjektion ist letztlich tödlich, wird nur vorübergehend in Regie genommen und bildet Krankheitssymptome aus.
Feindschaft zielt auf die Vernichtung des Anderen, seine Verwandlung in ein Exkrement, um so die eigene Sterblichkeit in ihn zu entäußern. Durch das Opfer des Anderen versucht man die eigene Unsterblichkeit zu verwirklichen.