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Ursprungsaneignung (Inzest) \
scheiternde Ursprungsaneignung
Die Verfügung über den Ursprung ist die Verheißung der Schuldfreiheit. Ihr Scheitern als projektive Introjektion der Sterblichkeit ist der Ursprung von Leiden und Krankheit.
scheiternde Ursprungsaneignung
"Alles Leiden beruht auf der Kausalität frustraner todes­scheiternder Ursprungsdisposition. Und alle Abwehren - prägnant darin insonderheit der Projektionskomplex - alienieren präsumptiv ihres Universalspriori, dem fundierenden Schuld­purgatorium, der - umgekehrt zugleich abstoßend zuendegeführten/zuende nicht führbaren - Sterblichkeits­eskamotierung, diesem produktivsten Aller Aberwitze in seiner finiten Unendlichkeit."
Foucault; in: Pathognostische Interventionen I, 164
 
 
 
Verweise
 
Phantasmen sind Abschirmungen von Traumatisierungen, das Urtrauma ist die Sterblichkeit und das Phantasma der Absolutheit die Antwort darauf.
Der entschuldende Gewaltverschluss öffnet sich in der Krankheit, ohne seine Entschuldungsfunktion aufgeben zu wollen.
Ichautonomie ist in sich gewaltförmig, verdankt sich der inzestuösen Aneignung des mütterlichen Ursprungs mittels des toten Vaters. Das Ich ist die Verhüllung von Vatermord und Mutterinzest.
Ursprungsaneignung (Inzest)