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suizidaler Sog der Indifferenz
Wichtig ist die Ineinssetzung des Absoluten, der Indifferenz, des Gottes, der Autarkie (Selbstgenügen). Dem entspricht die Notwendigkeit des Opfers, die Opfergier, die assimilierende Zerstörung alles Anderen. Deshalb ist der Gott ein Hungergott. Dessen Erbe sind die zeitgenössischen maschinellen Medien, deren Hunger unersättlich ist.
suizidaler Sog der Indifferenz
"Die Indifferenz schlechterdings, das Absolute, das ist notorisch der Gott, der Gott der Metaphysik, mit dessen postmoderner Mediensäkularisierung sich der ganze Schein des reinen Selbstgenügens, nämlich das exakte Gegenteil desselben, gewalttätigste Opfergier, weltlich global vererbt. Je mehr Selbstbezug, umso mehr Gewalt, als Opfernahrung desselben - das ist (wie) ein Gesetz. Und das heißt, sehr aktuell außerdem, daß die entscheidende »Produktivkraft« unserer Epoche, die totalisierte und als solche suizidale Vermittlung in der Gestalt maschineller Medien, immer ausgehungert wie sie sein muß, Opferfleisch en masse reklamiert."
Wie wird aus einem Kult- ein Kunstgegenstand; in: Pathognostische Studien VII, 65
 
 
 
Verweise
 
Medien
Funktion der Medien ist die Einebnung der Differenzen, sie sind das vollkommene Gedächtnis, die totalisierte Vermittlung in der Form der Vergleichgültigung der Inhalte.