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tödliche Schuldakkumulation
Je perfekter die Dinge, desto suchtanfälliger der Mensch. Sucht ist eine der Göttlichkeit der Dinge korrespondierende Selbstvergöttlichung als Selbstentschuldung durch Schuldakkumulation.
Sucht als tödliche Schuldakkumulation
"Sucht, das ist die Schuldvernichtung als letale Schuldakkumulation im Körper als Korrespondenz zu den Waffen. (Wen kann es noch wundern, daß Sucht die Pathologie-Signatur der Epoche ist? Je souveräner nämlich die Disposition der Hülle, der unendlichen Superfizialität, umso vehementer auch die Versuchung, diese kollapsische Großartigkeit, die sich dingabdriftend progredient entzieht und sich in sich hinein verschließt, subjektiv direkt anzueignen.) Sucht, das ist die Totalaushöhlung dieses einzigen Schuldgottes, wenn schon, seiner Nullwerthülle, der unendlichen Oberflächenabtragbarkeit der Opazität des Dings. Unvermeidliches Fazit: letztlich dann körperlich zu diesem selber zu werden, zu diesem phantasmatischen Ding, der Gottesleiche, deren überhaupt nicht großartigen fleischlichen Diffusion man tunlichst rasch waffenproduktiv zuvorkommt."
Conscientia. Zu einer nicht mehr psychoanalytischen Genealogie des Gewissens; in: Pathognostische Studien II, 70f.

 
Verweise