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Intellektualität \
todesverfallener Einspruch
Der Diskurs der Pathognostik beansprucht keine Transzendenz zum Thematisierten, er ist sich seiner Ohnmacht bewusst. Hilflos will er etwas festhalten, was sich dem Todessog widersetzt.
Todesrede der Memorialität
"Welche Rede also führen wir? Eine überflüssige Scheinrede, die weder die Konsumtion entriert noch aber deren (logische) Inhibition. Es ist selbst eine Art von Todesrede der Memorialität, die eine Art von Relikt, Rückstand reminiszierter Todeskontrarietät aufrechterhält; ein wahrlich ungewollter Subjektivitätswiderhall ganz nur noch von Gnaden dieses Einen Gottes."
Philosophie der Krankheit in: Die Eule Nr. 7, 1982, 45
 
 
 
Verweise
 
Die Aufklärung der Leidenschaft der Indifferenz transzendiert diese nicht, bleibt ihr verfallen, macht sie nur benennbar und bleibt darin selbst eine Gestalt der Indifferenzierung.
Die sogenannte »Arschmahlzeit der Dinge« ist die Voraussetzung für einen intellektuellen Aufschluss der Produktion, vorausgesetzt, sie wird wieder veräußert in Form von Zeichen.
Erkenntnis vermag nicht, die destruktive Potenz des Erkannten aufzulösen, sie kann sie nur darstellen. Als diese Darstellung schafft sie einen Aufschub, bringt eine Differenz ein, aber nur, indem sie sich immer wieder auch zurücknimmt.
Es gibt keinen Ausweg aus dem Unheil des Menschen, jede Bewusstheit ist nur ihre Steigerung. Intellektualität wäre die Hinnahme dieser Ausweglosigkeit, ein Scheitern am Unmöglichen.
Gewalt lässt sich nicht durch Einsicht in ihre Bedingungen wegzaubern. Pathognostisch imprägnierte Intellektualität ist eine von Gewalt befallene Klage, sich austragend in ein gebrochenes Schreiben, eine blasphemisch-schamlose Aufdeckung letzter Geheimnisse.
Mit der Psychose teilt Intellektualität die Anerkennung der Unausweichlichkeit der Schuld, deren Leugnung nur eine Täuschung sein kann. Aber sie situiert sich in dem Bereich zwischen einem das Dingarkanum schuldverschließendem Wissen und einer psychotischen Öffnung desselben.
Intellektualität