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unauflösliche Entfremdung
Die Bedingungen der Enstehung der menschlichen Welt der Dinge machen eine Versöhnung von Mensch und Welt unmöglich.
Pathognostik und Gnosis
"Gnosis und Pathognostik gleichermaßen imponiert diese von den Übeln der Herrschaft zugerichtete Welt als eine des Todes, doch was jene als das heile Leben des erlösten Pneuma verhieß, reduziert sich für diese auf das kranke Leben der unerlösten Psyche."
Rückstände, 129
unauflösliche Entfremdung
"Die Bestreitung der Möglichkeit diesseitiger Versöhnung von Mensch und Welt oder Subjekt und Objekt markiert tatsächlich die Differenz ums Ganze zwischen negativer Dialektik und Pathognostik. Diese diagnostiziert mit dem »Vorrang des Objekts« nicht mehr eine historisch überwindbare Entfrem­dung, sondern eine ontologische Fremdheit des seiner Objektwelt ausge­lieferten Subjekts, welches auch in der lebendigen Natur keinen kreatürlich Verbündeten mehr erkennt. Dieses denaturierte Subjekt erkrankt »hylisch« und »psychisch« an den toten Dingen, deren kosmische Übermacht es spüren läßt, daß auch die menschgeschaffene Welt eine verfehlte Schöp­fung ist. Das intuitive Schamgewissen des Kranken erschließt sich so als esoterisches Wissen um die Objektivationsschuld des Dinggottes, in solcher symptomatisch demonstrativen Schuldanmahnung liegt der Subversions­charakter von Krankheit beschlossen."
Rückstände, 128f.

 
Verweise  
Aporetische Existenz des Menschen: zerrissen zwischen Sehnsucht nach Erlösung und der hoffnungslosen Auslieferung an die eigene Sterblichkeit.