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Indifferenz - Differenz \
verhüllte Schuld der Indifferenz
Differenz ist Repräsentation, Aufschub, Leben. Diese Differenz wird eingeholt, ist gefährdet durch das Indifferenzbegehren, den Einzug von Differenz in Präsenz, die Göttlichkeit in den Dingen. Diese göttliche Indifferenz wäre die Urschuld, als Identität mit sich selbst, die sich in allen Dingen verhüllt und auf ihre apokalyptische Entbergung wartet.
verhüllte Schuld der Indifferenz
"Freilich, auch die Traumrepräsentation - man sieht es ihr ja ihrer Primärprozessentbergung wegen insonderheit an - ist Erbe der Opfergewalt der A-Repräsentativität in Differierung, und auf dieses Eros-Werk des Aufschubs kommt es an, des Nähern auf die Verteilung der Urschuld der göttlichen Indifferenz auf die differentielle Schöpfung; jedenfalls bis die mörderische Präsenz alle Repräsentation, die reißende Indifferenz die Differenz, in Krieg und Apokalypse wiedereinholt, sich die Dinge als Büchse der Pandora öffnen und ihr unheiliges Inneres auf die Welt ergießen - sind sie doch wesentlich bis zum Platzen, und das ist ihr Entstehungsgrund, mit aller Schuld, die sie hüllend verleugnen, angefüllt."
Kainsmale, 112
 
 
 
Verweise
 
Gegen den tödlichen Sog der Indifferenz (Einheit, Verschmelzung, etc.) setzen sich die schmerzhaften, lebenserhaltenden Differenzen. Aber sie verfallen das Anziehung der Indifferenz und sind nur vorübergehende Aufschübe.
Wichtig ist die Ineinssetzung des Absoluten, der Indifferenz, des Gottes, der Autarkie (Selbstgenügen). Dem entspricht die Notwendigkeit des Opfers, die Opfergier, die assimilierende Zerstörung alles Anderen. Deshalb ist der Gott ein Hungergott. Dessen Erbe sind die zeitgenössischen maschinellen Medien, deren Hunger unersättlich ist.
Die (narzisstische) Leidenschaft der Indifferenz, das Begehren nach Absolutheit und Unsterblichkeit, ist der Kern menschlicher Zerstörungsgewalt. Innerhalb und nicht jenseits dessen manifestiert sich das Leben in aufschiebenden Differenzen.
Indifferenz - Differenz