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widerinzestuöse Dingentäußerung
Wie kommt es statt der drohenden inzestösen Koprophagie der Dinge, ihrer Re-Introjektion, zur Veräußerung als Kultur, der Ausbeutung von Natur bis hin zu ihrer Vernichtung?
widerinzestuöse Dingentäußerung
"Wie aber genau geht dieser Wunderhiat vonstatten, der Wechsel der inzestuösen Körperangelegenheit Koprophagie in die abgelöst dingliche Kulturperistatik, die je schon, bis auf ihren entzogen motivationalen Entstehungsakt, verwendungsfordernd vorgegebene? Sie führt mit sich die entscheidend widerinzestuöse Inkorporationssperre - am Zubiß auf Dinge bisse man sich ja die Zähne aus (wenngleich eben diese unmögliche Totheitsverschlingung, die »Arschmahlzeit der Dinge«, die Realimaginarität der Psychose ausmacht) -; orale Klausur, die, (über)kompensatorisch, die ablenkend kulturgründende Verzweiflungstat der Naturmetonymie erheischt, nämlich sich, ersatzweise, (sentimentalisch gesagt) an der »Erde« zu vergreifen, wobei dieses Großsurrogat dann, seine Körperentsprechung rigide verdeckend, die aufschubbegünstigt universelle Vorherrschaft, wie »in aeternum«, doch kriegsfalsifiziert gefestigt, übernimmt."
Schimpfwörter - aufgeklärt wider ihre besinnungslose Ubiquität; in: Pathognostische Studien XII, 170f.
 
 
 
Verweise
 
Der Weg von der Naturschändung zum gelingenden Gebrauch der Dinge: Mutterinzest, Vatertötung, töchterliche Vermittlung und der Sohn als Erbe.
Die menschgemachten Dinge verdanken sich der Verhinderung der Koprophagie. Die Koprophagie ist der Versuch, den in der Defäkation scheiternden nutrimentalen Inzest wieder herzustellen. Stattdessen werden die Exkremente epikalyptisch zu Dingen veräußert.
Dinge sind die Verheißung der Erlösung des sterblichen menschlichen Körpers: sie setzen die Differenz gegen den tödlichen inzestuösen Indifferenzierungssog, sie absorbieren die Schuld menschlicher Produktion, sie sind das Versprechen der Verfügung über den Tod. Allerdings um den Preis ihrer Waffenförmigkeit.
Dinge