Name
Passwort
Themen

Passagen
Schlaf - Traum - Wachen \
zwischen Tod und Unsterblichkeit
Die Vollendung des Tiefschlafs wäre der Tod, die Vollendung des Wachens die »Unsterblichkeit«, das menschliche Dasein dazwischen aufgeschobene Übergänge, in das sich die beiden Grenzen als Pathologie und Krieg einschreiben.
zwischen Tod und Unsterblichkeit
"Wo der Übergang in einem irreparablen Bruch endet, wo der Übergang unaufhörlich kontinuiert zugleich? Im Transit des traumlosen Schlafs in den Tod sowie - dasselbe am anderen Ende - des Wachens in das Wachen-Wachen, die »unsterbliche Seele«. Coincidentia oppositorum der voll­brachten Absolutheit des Tiefschlafs als Tod mit der des Wachens als »Unsterb­lichkeit«. Alle Kontinuitätsbrüche dazwischen sind bloße Unter­brechungen eines in sich distinkten, in diesem Sinne stetigen, Geschehens, es sei denn - so ja der Kriegs- und Krankheitsfall - die Unterbrechungen wären doch fast wie der peremptorische Todesbruch, und die Distinktheit fast wie die immerwährende Kontinuität, der »Un-Tod«, unmöglich nicht minder. Wenn aber nun, und sei es, aufgehalten, bloß martialisch und pathologisch, der doppelte selbe Jenseitsübergriff auf das Diesseitsinterim nimmer ausbleibt, dann ist diese Zwischensphäre, das Weltverhältnis, gezwungen, vergeblich erfolgreich sich gründend in sich selbst hineinzutreiben."
Rund um die Uhr. Gedanken zu Kontinuität und Bruch in Schlafen, Träumen sowie Wachen; in: Retro III (1995-2005), 47
 
 
 
Verweise
 
Schlaf - Traum - Wachen