Themen

Passagen
Passagen zu: Absolutheitsphantasma

"Alle Krankheit zapft die in den Dingen untergegangene, als martiale Dinglichkeitserfüllung ebendort subsistierende Sakralität mitsamt deren instantanem Rückschlag als Subjektverfassung, autonomes Ich an; geht also in den Gott ein (und fällt in einem von ihm in kein Anderes ab). (...) Das Heilige, das ist der - in der Krankheitsanzapfung unsentimentalistisch in synchronen Intensitäten tatsächlich noch erfahrbare - nothafte ... ⇒ [mehr]

"Die Ichautonomisierung stellt sich, todestriebbelehrt generationssexuell, als Vatermord und Mutterinzest und, resultativ, das filiale autonome Ich als paternale Mutterleiche heraus. Und sein Untergang liegt in nichts anderem als der Eskamotierung dieser Mordsgeschäfte, der Einhüllung des Ich, dieses kriminellen Über-Lebensdokuments, mit dem Gewaltmantel der Autonomie." ... ⇒ [mehr]

"Der Schuldinbegriff Autarkie - mit dem Tode bestraft restlos ent­sühnt und als unschuldiges ontologisches Produktionsfundament, Ich, disponiert - macht sich schuldig ob des parasitären Wesens der Attraktion und Kohärierung von Form und Stoff, die darin das Opferverhältnis der Aufzehrung dieses durch jene, wie es scheint einvernehmlich, eingehen. Und nur wenn dieses para­sitäre Wesen sich der Höchststrafe dafür preiszugeben bereit sein ... ⇒ [mehr]

"Das Phantasma - die Absolutheit als das Phantasma aller Phantasmen - schirmt das Trauma - das Urtrauma der Sterblichkeit - ab, so wie dieses jenes provoziert. Nur daß dieser Abschirmdienst, das ist die ödipale, narzißtische, todestriebliche Abwehr, daß solche große Todesparade brüchig gerät: (...) So nämlich das häretische Grundgesetz: die Proportionalität von Absolutheit und opferbegierigen gewalttätigem Mangel. Übrigbliebe demnach ... ⇒ [mehr]

"Im Register der Generationssexualität stellt der Inzest die zu Bruch gehende Überwertigkeit der Spontaneität dar: das göttliche Selbst-alles-sein, in den Count-down zum Tode umgeschlagen. Spontaneität decouvriert sich so als zutiefst kollapsisch ♂ homo-sexuell: letale Opferung des Anderen des Geschlechts, des sexuellen heteron, um des eigenen Bestandes, der Groteske seiner Absolutheit willen." ... ⇒ [mehr]

"Die Ent-schämung/Schamrealisierung muß demnach auf das Phantasma der Absolutheit der Hülle/der Dinge überhaupt aus sein, inklusive der Jurisdiktion derselben als split-diskriminative Korruptivität des also gegenteiligen Menschkörpers: Kopfstand der wahren, in Scham gesichteten Verhältnisse. Um diese fatale Abendlandleistung aber auf Dauer stellen zu können, bedarf es der Invention der Schuld. Schuld: immer das Sich-Verdingen des Körpers ... ⇒ [mehr]

"Die grundlegende Schulddimension macht so etwas wie die »Urschuld« aus (...). »Nachfolgende Schuldvorkommnisse« - sie laufen alle darauf hinaus, den Bann der »Urschuld«, der diese stellvertretenden basalen Traumatik, zu brechen. Und es scheint menschliches Schicksal zu sein, je nach Schwere­grad der ursprünglichen Verletzungen, es mit dem Ablaß (»venia«) der­selben, äußerst schulderzeugend wiederum, zu übertreiben: will sagen: das ... ⇒ [mehr]

Begriffe