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Passagen zu: Dingphantasma

"Die Psychopathologien lassen sich nicht weniger, schambezogen, durch das Schema Hülle versus Umhülltes differenzieren. Im Falle der Neurose soll die intime Viskosität mit dem Dingphantasma peremptorisch verhüllt sein, die Haut um das Dingarkanum, die untransparente Epikalypse darf nimmer reißen. Im Falle der Perversionen hingegen ist die Hülle transparent. In ihrer Durchsichtigkeit bildet sie ... ⇒ [mehr]

Dinge "sind nicht wesentlich bloß das, was sie sind (»Die Realität ist ... auch nicht in den Dingen mit sich selbst identisch«), also nicht wesentlich tautologisch. Sie weisen vielmehr, symbolisch und konkretistisch zumal, auf den Körper zurück als dessen exkulpative Überbietung. Diese aber ist phantasmatisch und affiziert als Phantasma den Körper rück-wirkend wiederum soweitgehend, daß er diese seine tote Überbietung als er selbst, ... ⇒ [mehr]

"Es gilt die These, daß Dinge Todesrepräsentanzen, aufgeklärt: Todes-nicht-Repräsentanzen, nämlich Todestriebrepräsentanzen seien. Jener Begriff besagt die Phantasmatik des Dingphantasmas, dieser hingegen dessen Kritik. Eine Art der Kritik indessen, die das Kritisierte in keiner Weise zu beseitigen befähigt ist; folgenlose Kritik demnach ohne Alternative.
Inbegriff dieser frustranen Kritk: per definitionem ist der Tod ... ⇒ [mehr]

"Als Kriterien des Dingphantasmas kommen demnach in Frage: Dinglichkeit als die selbstgemachte (verum ipsum factum!), restlos willfährige Double-Identität meiner selbst; erfahrbare/erfahrene Indifferenz, DifferenzIndifferenz; Körper als währende, alle seine Sterblichkeitsschuld tilgende Immortalitätsüberbietung seiner selbst - fürwahr das Ding, phantasmatisch als Todesrepräsentanz, nein, mehr noch: -präsentanz: die ... ⇒ [mehr]

"Normalerweise das Gebrauchsverhältnis mit der Nachproduktion des Verbrauchten und der Erwerbung. Der Einschlag von Pathologie als nicht-intentionaler Gebrauchsstreik dagegen; er besteht in der Sakralisierung dieser profanen Situation(en). Inbegriff dieser Sakralisierung/des Erhabenen: die Konsumtion läuft auf die Produktion, das Produktionsgeheimnis zurück. Was heißt, daß die betreffenden Dinge symbolisch werden, und zwar strikte in ... ⇒ [mehr]

"Die Urform des Begehrens und des Dingphantasmas, die Subsistenzsexualität, das Essen, bedarf, außerdem allzeit eucharistisch (drogengnostisch), der Supplementierung durch das Exkrement. (...) Da das Kompaktexkrement Inbegriff des Differenzmonitums dergestalt ist, daß es in sich die negierte Indifferenz gleichwohl mitreißt und mitsichführt/einschließt, kann es nicht nicht dieses, das Exkrement, sein, auf das es das Begehren abgesehen hat; ... ⇒ [mehr]

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