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Passagen zu: Exkremente

"Die Exteriorität des exkrementalen Rests, sie ist das desavouierte Gedächtnis (Geheimnisverrat) des metabolischen Binnenopfers des Mutterleibs, das, unsanktioniert, eben nicht, restlos, aufgeht. Sie erweist sich so als Inbegriff des Seinsmangels (»felix culpa«); und, als solcher, als die schlechthinnige Inszenierung fortgesetzter - mangeltilgender/-rezidivierender (= »schizoider«?) - Produktion; deren Wundermetabasis in Dinglichkeit vor ... ⇒ [mehr]

"In nicht-kausalem Verstande beruht das Erinnerungsgedächtnis mit auf den autotomisierten und zugleich einbehaltenen, kompromißhaft dann, repräsentativ, ersatzkoprophagisch, bei sich behaltenen Exkrementen. Und diese schmählichste aller Privationen verläßlich überkompensiert sich in deren Resurrektion als die Dinge, längst hyperfetischistische Waren, auf ihrem Gipfel martialisch dingzerberstende Rache (genitivus absolutus) der ... ⇒ [mehr]

"In dieser Körpermodell-Vorgabe primär der Subsistenzsexualität kann nun nicht nicht die exkrementale, vorherrschend die anale Sexualität die Präro­gative haben; dies freilich als das hygienische Verschwindenmachen des Dejekts als des Dokuments des eh ja verborgenen, unbewußten intestinalen Opfervorgangs rein im Körpertempelinneren; Verschwindenmachen im Sinne der sublimen Wiederkehr des exkrementalen Dokuments als Repräsentation selber. ... ⇒ [mehr]

"In der »analen Phase« besteht das inzestuöse Begehren des Kleinkindes in der Einbehaltung der Exkremente (»anale Retention«). Und davor in deren gewaltsamer Ausstoßung (»anale Elimination«), in deren Waffengebrauch sozusagen; nur daß der Angriff gegen die Mutter nicht verfängt, da ja die Waffe aus ihrem eigenen Kadaver besteht, sie zu sich selbst im Toten heimkehrt. (...) Elimination und Retention der Exkremente, deren inzestuösen ... ⇒ [mehr]

"Entscheidend hier ist der Entwicklungsprogreß, isoliert von Wahrnehmung und Bewegung, der es gewährleistet, daß die Nahrungsaufnahme - immer im phantasmatischen Sinne von oralsadistischer Ursprungssuche - als Auseinandernehmen der Dinge (...), extrapoliert, zum Außenvor gerät, wie wenn es das pure Außen, die absolute/selbstfundierte, das Selbst fundierende, nimmer verschwindende Oberfläche geben müsse. Die simultanen Anforderungen der ... ⇒ [mehr]

"Nicht nicht kann Essen eucharistisch, sprich: toxikomanisch sein: parado­xerweise den Körper zu entkörperlichen trachten. Nur daß im durchschnitt­lichen Falle des Rückschlags dieser Letalität das Immaterialisierungstelos des Körpers sich zu den Dingen ausfällt dergestalt, daß sich Körper und Ding medienvermittelt aneinander kreieren: der rettende Vorübergang der exkre­mentalen Differenz reifikatorisch sich also wahrt; sich aber nur ... ⇒ [mehr]

"Die Exkremente bezeugen, fürs erste, die große Schmach, daß alles orale Begehren: das Einswerden mit dem Nahrungsmittel, korporell anfänglich ja mit dem Mutterkörper, arg versagt. Denn sie kommen auf als provokant versinnlichte Mahnmale eben dieser Differenz, des menschlichen Körpers und seiner alimentären Waren, des nutrimentalinzestuösen Scheiterns." ... ⇒ [mehr]

"Verkörpert phobisch gibt sich die Diarrhö selbst, nämlich als Flucht des Nutriments vor seiner ordentlichen Assimilation, der intestinalen Angst­adresse, vor deren subsistentiellen Zumutung, dieses, nährendes Außen­heteron, allzeit gewaltsam zu appropriieren - diarrhöisches Monitum dieser Untat, frustran symptomatisch indessen: Alternativen zu dieser, dem digestiven Crimen, dementierend. Fällig demnach - wie bekannt - die Extrapolation ... ⇒ [mehr]

"Die Urform des Begehrens und des Dingphantasmas, die Subsistenzsexualität, das Essen, bedarf, außerdem allzeit eucharistisch (drogengnostisch), der Supplementierung durch das Exkrement. (...) Da das Kompaktexkrement Inbegriff des Differenzmonitums dergestalt ist, daß es in sich die negierte Indifferenz gleichwohl mitreißt und mitsichführt/einschließt, kann es nicht nicht dieses, das Exkrement, sein, auf das es das Begehren abgesehen hat; ... ⇒ [mehr]

"Sofern das Exkrement/Dejekt Indikator der Urdifferenz des Körpers, Vording, Proto-Übergangsobjekt demnach ist, erfordert es, wie nach der Maßgabe seiner selbst als Indifferenzexempel in sich, beider, des Körpers und seines vorläufigen Dingdoubles, Indifferenzierung, die Transsubstantiation. Und das heißt: den Übergang des Körpers in die Leerstelle der Exkrementenverwerfung als mehrwertiges Überbietungsding (allemal erwachsenes ... ⇒ [mehr]

"Psychoanalytisch wird allenthalben zwar die Aggressivität der »analen Elimination« prononciert, jedoch - außer wohl im Kleinianismus? - die gebührend »ödipale« Qualifizierung dieses Aktes mitsamt seinem Resultat außeracht gelassen: jener, das vollendend mörderische Nachkarten des metabolischen Unvater-garantierten Muttermords - MordMord -, dieses, die Faeces, die defäzierend bestätigte (und verräterisch manifestierte) ... ⇒ [mehr]

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