Themen

Passagen
Passagen zu: Gedächtnis

"Vertraut man sich aber dem Kollaps des allherrschenden Mehrwerts in seinen Exkrementalundergrounds an (wie das möglich ist?), so werden die Exkremente zu memorials, zum Urgedächtnis; Intellektualität, das ist Exkrementenschau. Diese rettet den Schamübergang gegen dessen Absorption in Schuld hinein zwar, doch unvermeidlicherweise dergestalt, daß eine spezifische Abborgung von Schuld die Gewähr dieser Gedächtnisrettung ausmacht: nämlich ... ⇒ [mehr]

"Somit sind in der Symbolbildung Symbol und Symbolisiertes auf Gedeih und Verderb liiert, und zwar als Ursprungsgedächtnis, als die Memorialität beider, von Körper und Ding zugleich. Unschwer dann nachzuvollziehen, daß Pathologie, Psychopathologie zumal, so etwas wie einen Gedächtnisüberfall, hypo- und hypermemorial auf Null und Unendlich hin in einem, ausmacht und als einzigen Gehalt den Terror der Transsubstantiation, das »Unheimliche«, ... ⇒ [mehr]

"Die Exteriorität des exkrementalen Rests, sie ist das desavouierte Gedächtnis (Geheimnisverrat) des metabolischen Binnenopfers des Mutterleibs, das, unsanktioniert, eben nicht, restlos, aufgeht. Sie erweist sich so als Inbegriff des Seinsmangels (»felix culpa«); und, als solcher, als die schlechthinnige Inszenierung fortgesetzter - mangeltilgender/-rezidivierender (= »schizoider«?) - Produktion; deren Wundermetabasis in Dinglichkeit vor ... ⇒ [mehr]

"In nicht-kausalem Verstande beruht das Erinnerungsgedächtnis mit auf den autotomisierten und zugleich einbehaltenen, kompromißhaft dann, repräsentativ, ersatzkoprophagisch, bei sich behaltenen Exkrementen. Und diese schmählichste aller Privationen verläßlich überkompensiert sich in deren Resurrektion als die Dinge, längst hyperfetischistische Waren, auf ihrem Gipfel martialisch dingzerberstende Rache (genitivus absolutus) der ... ⇒ [mehr]

"In dieser Körpermodell-Vorgabe primär der Subsistenzsexualität kann nun nicht nicht die exkrementale, vorherrschend die anale Sexualität die Präro­gative haben; dies freilich als das hygienische Verschwindenmachen des Dejekts als des Dokuments des eh ja verborgenen, unbewußten intestinalen Opfervorgangs rein im Körpertempelinneren; Verschwindenmachen im Sinne der sublimen Wiederkehr des exkrementalen Dokuments als Repräsentation selber. ... ⇒ [mehr]

"Allgemein erweist sich der Schock der Differenz (Alterität, Heterogenität) als Gedächtnis-konstitutiv und -prägnant. Wie kommt er zustande? Durch die Absperrung der Allexpansion der Indifferenz (Identität, Homogenität). (Inwiefern aber solcher Imperialismus?) Abgrenzung, Berührung, Übergang sind dann kompromissuelle (symptomatische) Parierungen dieser Sperrentraumatik; wie im einzelnen unschwer - auch nach der Graduierung des ... ⇒ [mehr]

"In sich verpaßt der Traum sich per definitionem den Hadesfluß Lethe, nein, mehr noch: ein Weltmeer des Vergessens: der erinnerte Traum je die erinnerbare Spitze eines nicht erinnerbaren Eisbergs. Umso besser, nämlich als Indiz der Ausgeglichenheit des Träumers? Nein, zugleich womöglich umgekehrt die Anzeige eines Übermaßes an gedächnisfeindlichem traumatischem Störfall, als materiales paranoisierendes Entzugspendant zur invers ... ⇒ [mehr]

"Beginnen wir mit dem Geburtstrauma (...). Fraglich die Selbstempirie dieses zweitgeborenen Traumas: Kein Erinnerungszugang ist vergönnt, so dass das Trauma nicht auch so vehement ausfällt, dass sich Amnesie über es legte.
Das heißt aber, dass eben das Geburtstrauma selbst die Löschung des Erinnerungsvermögens ausmacht, ein Beisichbehalten im Status der "Urverdrängung", eines Signifikats ohne entsprechenden Signifikanten und deshalb ... ⇒ [mehr]

"Was wird traumatisiert, wodurch und weshalb mit der Folge Gedächtnis? - Das Wodurch der Traumatisierung ist inbegrifflich die Erfahrung von Differenz. Das Was die vorhergehende Ausschreitung der Indifferenz - vorhergehend nicht in zeitlichem, vielmehr binnengenerativem Verstande: kein traumatisierendes Differenzerleben ohne die interne Unterstellung der gegenteiligen Indifferenz des so erzeugten Differenten, ebenso ... ⇒ [mehr]

Begriffe