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Passagen zu: Gehen

"Patho-gnostisch passiert jeder Gehensschritt die Grenzlinie der absoluten Differenz; die Fuge also, die das Diesseits vom Jenseits trennt und deren Übertretung (in der Tat: Übertretung), so sie gelänge, beide Dimensionen, das Hüben wie Drüben, homogenisiert/indifferenziert. (...) Jeder Schritt also ent­hält das Ganze der Seinserzeugung, ist, fortbewegungs-versiert, funda­mentaler Reflexionsakt. (...) Die eine lebensdiesseitige ... ⇒ [mehr]

"Phobisches Gehensproblem überhaupt: das Hinten. Es lagert sich memorial nicht ab und entsprechend auch nicht vor. Diese Ab- und Vorlagerung als Voraussetzung des Gehenkönnens, freilich in phantasmatischem Verstande derart, daß, wie immer, das Gedächtnis sich zum Generator aufwirft. Die scheiternde Buchstäblichkeit dieser Phantasmatik macht den Gang zum Pseudogang: phobisch kann man nicht gehen. Wenn schon, so müßte man immaterialisiert ... ⇒ [mehr]

"Alles normale Gehen ist selbstverständlich durch und durch phantasmatisch, also auf Selbstgründung hin motiviert; nur daß diese Universalmotivik sich ausschließlich durch Binnendifferenzierung, konzessive Streckung sozu­sagen zu aktualisieren versteht. Normalität, Funktionstüchtigkeit, die also eine Art von Doppelglauben voraussetzt: »trotz Natur und Augenschein« (gibt es keine tautologische Objektivität, vielmehr immer nur, mehr noch ... ⇒ [mehr]

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